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Entscheidungen treffen als Führungskraft

Entscheidungen treffen als Führungskraft: Bauchgefühl oder Kopfsache – wie entscheiden?

Nachdem mir neulich nach einer Entscheidung mein Bauch immer wieder signalisierte, was er von meiner Entscheidung hielt (nämlich nicht allzu viel), wollte ich mehr darüber erfahren, wie wir Menschen uns entscheiden, was in uns passiert bis wir Entscheidungen treffen und was Kopf und Bauch dabei zu sagen haben.

Ich habe dazu etwas recherchiert und entdeckte einerseits Verblüffendes. Andererseits wurde ich bestätigt und zugleich neu sensibilisiert, was gute Entscheidungen ausmachen und worauf ich besonders achten kann um gut zu entscheiden.

Erfahre in der heutigen Podcast-Folge von „Führung kann so einfach sein“:

  • ob der Kopf oder der Bauch beim Treffen von Entscheidungen mehr zu sagen hat.
  • wie Intuition funktioniert und warum sie so wichtig ist.
  • warum wir uns jedoch auf das Bauchgefühl allein auch nicht verlassen dürfen.
  • wie Bauch und Gehirn auch physiologisch miteinander verknüpft sind.
  • auf was wir unbedingt achten sollten, wenn wir uns entscheiden.
  • ein paar Tipps für eine gute Entscheidungsfindung.

Auf wen verlässt du dich, um gute Entscheidungen zu treffen: Kopf oder Bauchgefühl?

Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Viele Grüsse. Dein Alexander

Shownotes

Facebook Führung kann so einfach sein – fit for leadership

Artikel Stern: Das Geheimnis kluger Entscheidungen

Artikel Emotion: Richtig entscheiden

Artikel Das Gehirn: Entscheidend – Bauch oder Verstand?

Artikel Berliner Akzente: Schlauer als gedacht: 5 Argumente für das Bauchgefühl

Artikel Beobachter: Wie unsere Entscheide entstehen

 

Transkript/Artikel zur Podcastfolge

Hallo ich grüsse dich, Alexander hier von fit.for.leadership. und eine neue Folge von „Führung kann so einfach sein“.

Das heutige Thema lautet: Wie entscheiden als Führungskraft? Lieber auf den Bauch hören oder mit dem Kopf entscheiden?

Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?

Vor gut 3 Wochen bin ich in eine Situation geraten, in der ich mit einem Businesspartner diskutiert habe über eine gewisse Schwierigkeit und er hat dann einen Vorschlag gemacht, wie wir das Ganze lösen können. Und ich habe dann spontan gesagt: Ja, machen wir so, passt. Und dann war es gut – aber ich habe in dem Moment schon gemerkt, dass ich nicht so richtig glücklich mit meiner Aussage war und auch nicht mit dieser Lösung. Und es hat mich dann wirklich mehrere Tage beschäftigt, diese ganze Geschichte, und ich merke jetzt, dass ich bei dieser ganzen Sache 2 Fehler gemacht habe und da werde ich am Ende noch mal drauf zurückkommen.

Jedenfalls hat mich das innerlich beschäftigt und es hat mich dann auch die Frage umgetrieben: Mensch, wieso gibt es jetzt diese Schwierigkeiten beim Entscheiden, warum ist das so unglücklich für mich gelaufen? Ich habe „ja“ gesagt, aber irgendwie war ich doch nicht zufrieden damit.

So kam ich auf den Gedanken, dass es ein cooles Thema für den Podcast sein könnte und deswegen habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht. Was schreiben denn da andere zu, was sagt denn da auch die Wissenschaft dazu und ehrlich gesagt: Es ist ein Megathema! Da kann man natürlich ganze Arbeiten darüberschreiben und das jetzt in eine Podcast-Folge zu packen fällt mir auch ziemlich schwer. Und trotzdem sind da so einige Sachen, die ich gefunden habe, die will ich euch nicht vorenthalten. Also ich finde das Wahnsinn, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt:

Bauch oder Kopf bei Entscheidungen – Da ist allein schon interessant, was unser Bauch – ausser Essensaufnahme und Verdauung- noch für Funktionen hat.

Ok, und da will euch ein bisschen daran teilhaben lassen, was ich da so gefunden habe. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen, es gibt aber auch Tatsachen, die erforscht und akzeptiert sind.

Zunächst einmal wurde mir wieder bewusst, dass es ja nicht nur um die grossen Entscheidungen geht, sondern dass wir Menschen im Alltag ständig Entscheidungen treffen. Ob das jetzt beim Einkaufen ist, was will ich essen, was brauch ich dafür, koch ich jetzt lieber ne Suppe mit den und den Zutaten oder mach ich ne andere Suppe oder mach ich gar keine Suppe und wenn ich die Suppe mache, wie gesagt, was brauch ich dafür? Oder du stehst vor dem Regal und denkst: Oh, nehme ich lieber das Produkt X oder das Produkt Y?

Auch in einem Unternehmen muss ich ständig Entscheidungen treffen. Da kommt ein Mitarbeiter, streckt den Kopf zur Türe rein, er sagt irgendwie, he, Alexander, was ist denn mit dem und dem Fall, wie sollen wir das jetzt machen? Dann treffe ich schnell eine Entscheidung. Oder HR fragt mich: Herr Benedix, wie wollen wir da weiter vorgehen? Und wieder treffe ich eine Entscheidung.

Wir sind also ständig mit Entscheidungen konfrontiert und da geht es dann schon los mit dieser Frage: Wer trifft jetzt eigentlich die Entscheidung? Kopf oder Bauch?

Ich bin immer wieder auf die Aussage getroffen, dass wir Menschen diese vielen Entscheidungen gar nicht im Kopf verarbeiten könnten. Das Gehirn wäre überfordert und dazu unsere Reaktion zu langsam. Und hierzu gibt es viele Erkenntnisse, dass in diesen Situationen unser Bauch entscheidet und auch zur Stelle ist. Wissenschaftlich ist das belegt.
Es gibt viele Experimente und Daten die sagen, dass die meisten Entscheidungen des Menschen, es ist die Rede von 90%, gründen auf dem Bauchgefühl, das auch Intuition genannt wird. Also 90% der Entscheidungen eines Menschen beruhen auf der Intuition, auf dem Bauchgefühl. Das finde ich schon mal cool – also so im Alltag.

Interessant ist aber, dass wir Menschen dazu ein anderes Bild haben, es also ganz anders wahrnehmen.
In einer Umfrage, die ein paar Jahre alt ist, geben immerhin 30% der Befragten an, dass sie im Alltag praktisch nie Erfahrung mit der Intuition machen. Aber eben, dass ist die Selbstwahrnehmung. Die Forschungsergebnisse sagen, 90% der Entscheidungen beruhen auf Intuition.

Dieser Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Forschungsergebnissen ist doch sehr bemerkenswert und lässt sich mit dem gängigen Bild erklären, dass wir Menschen uns ja als vernunftbegabt und rational betrachten. Das korrespondiert glaube ich auch mit einer anderen Befragung. Da ging es um “wichtige Entscheidungen”. Und da haben 98% der befragten Hochschulabgänger angegeben, sich bei wichtigen Entscheidungen ausschliesslich auf den Verstand zu beziehen.

Also du musst dir das mal vorstellen, fast jeder sagt dann: Nein, ich treffe wichtige Entscheidungen nur mit meinem Kopf und denke über den Sachverhalt nach. Das bedeutet andersherum auch, dass Entscheidungen aufgrund eines Bauchgefühls, aufgrund einer Intuition, das wollen anscheinend viele Leute nicht wahrhaben.

Aber kommen wir Mal zu einem anderen wichtigen Aspekt.
Wusstest du, dass Entscheidungen aus dem Bauch als solches gar nicht aus dem Bauch selbst kommen?

Entscheidungen aus dem Bauch beruhen auf der Grundlage bereits gemachter Erfahrungen. Es sind Erinnerungen, die in unserm Gehirn gespeichert werden und auf die wir zurückgreifen können. Das heisst, die Informationen sind gar nicht in unserem Organ Bauch, sondern tatsächlich im Gehirn abgespeichert, und das wird Intuition genannt. In einer bestimmten Gehirnregion sind unsere Erfahrungen, aber auch Wissen und Emotionen abgespeichert. Wir reden also vom Bauchgefühl, aber genau genommen greift unsere Intuition auf diese Informationen im Gehirn zurück.

Etwas sehr Cooles an unserer Intuition ist: Sie ist schnell. Wir nutzen also dieses Erfahrungswissen, wir nutzen gemachte Emotionen, und es dient dazu, dass wir Komplexität, also sehr komplexe Sachverhalte, schnell durchdringen und wir mit der Menge an neuen Informationen überhaupt umgehen können.
Und unsere Intuition ist ein Frühwarnsystem. Also, ich greife auf gemachte Erfahrungen und Emotionen zurück und weiss dadurch sofort: He, in dieser Situation/an diesem Fall/bei diesem Menschen da stimmt irgendetwas nicht.

Das ist doch echt cool! Und faszinierend an unserer Intuition ist: Das ist alles im Unterbewusstsein, also die Informationen sind gar nicht bewusst verfügbar, sondern unser Unterbewusstsein greift darauf zurück.

Ja, also insofern wird da auch tatsächlich glaub ich zu Recht ein Loblied auf die Intuition gesungen, allerdings ist es natürlich auch so, was wir uns immer bewusstmachen müssen: Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss sich nun nur auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Man muss sich natürlich klar sein, dass Intuition auch fehlerhaft sein kann. Gefühle und Erinnerungen sind trügerisch. Andere Menschen kommen zu ganz anderen Ergebnissen, schätzen Situationen und Menschen anders ein.

Es gibt ja so ein paar Beispiele, die in der Literatur aufgerührt worden, die haben mich wirklich überzeugt. Nämlich z.B. wenn in Paris ein Terroranschlag ist, dann fährst du nicht mehr nach Paris bspw., weil du Angst hast. Oh, da waren jetzt gerade 2 Anschläge… Gleichzeitig setzt du dich aber in dein Auto und fährst irgendwo hin und weißt genau, dass im Strassenverkehr wahnsinnig viele Leute umkommen, bzw. dass die Gefahr mit dem Auto zu verunglücken oder ums Leben zu kommen sicherlich um einiges höher ist, als dass ich ein Terroropfer in Paris werde. Und dieses Gefühl, diese Intuition, von wegen, ach, ich fahre nicht nach Paris, tja, da haben wir dann das Bauchgefühl, was eben auch fehlerhaft sein kann.

Oder das andere Beispiel, was ich so schön fand: Wenn wir uns verlieben, die Intuition “Liebe auf den ersten Blick”, Schmetterlinge im Bauch. Da sagt dir dein Gefühl: Hey, das ist die Richtige. Und dann fragst du dich nach einigen Wochen: mhh, ob das mit uns von Dauer ist? Und reichen die Gefühle für eine grosse Liebe über Jahre hinweg und vielleicht bis zum Lebensende?… das sei mal dahingestellt.

Also Intuition scheint sehr, sehr wichtig zu sein um mit vielen Informationen, mit komplexen Gebilden umgehen zu können und trotzdem müssen wir uns immer klar sein: Ich greife da unbewusst auf meine Erinnerung, auf Emotionen zurück, aber das muss eben nicht richtig sein.

Hey, umso wichtiger ist es, beides zu berücksichtigen und zusammen zu bringen: den bewussten Vorgang, also den Verstand, und unser Bauchgefühl, die Intuition.

Das kann so ablaufen, dass mir beispielsweise meine Intuition etwas sagt und im zweiten Schritt kontrolliere ich dann ganz bewusst und rational, ob meine Intuition richtig war. Wenn ich also irgendeinen Fall vorgelegt bekomme, und mein Gefühl sagt mir: Oh, da stimmt doch irgendwas nicht. Dann sage ich mir selbst „Stop“, schaue noch mal genauer hin und überprüfe das. Ich überprüfe, ob meine Intuition da richtiggelegen hat oder ob ich da falsch lag mit meinem Bauchgefühl.

Ich glaube ganz wichtig ist es auch hier wieder, dass es nicht um Kopf ODER Bauch geht, um schwarz oder weiss, sondern die Lösung liegt wahrscheinlich wieder einmal in der Mitte. Man muss halt schauen, dass beide Seiten berücksichtigt werden. Und je nach dem, ob wir mehr zum Kopf oder zum Bauch/zur Intuition tendieren, sollten wir bei Entscheidungen den jeweils anderen Part stärker berücksichtigen.

Was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir uns entscheiden?

Das erklärt Maya Storch, Psychologin und Leitern am Institut für Selbstmanagement und Motivation, ein Spin-off an der Uni Zürich. „Steht eine Entscheidung an, erzeugt das Gehirn ganz automatisch Bilder von möglichen Zukunftsszenarien, die wie kurze Filme vor unserem inneren Auge ablaufen“.

„Diese Filme werden dann mit ähnlichen Situation aus unserem individuellen Erfahrungspool verglichen“.

Zur Erinnerung: das Ganze läuft meist völlig unbewusst und sehr schnell ab. Maya Storch: „Findet sich ein ähnliches Szenario, wird automatisch die damals damit verbundene Bewertung wachgerufen und zeigt sich dann z.B. in Form eines Kribbelns im Magen, eines Klosses im Hals oder auch eines befreiten Gefühls in der Brust“.

Wie ist das denn jetzt mit diesem Kribbeln im Magen, wo kommt das her und was passiert da genau? Nun, das hat damit zu tun, dass sich in unserem Bauch ein zweites Gehirn befindet. Es handelt sich hierbei um ein Nervensystem, das genauso aufgebaut ist wie das Gehirn, das wir in unserem Kopf haben. Und weil es wohl ziemlich viele Parallelen gibt zu unserem Gehirn im Kopf, sprechen die Wissenschaftler tatsächlich auch vom „Bauchgehirn“. Und dieses Bauchgehirn, das sorgt tatsächlich dann für diese sprichwörtlichen „Schmetterlinge im Bauch“, „etwas schlägt mir auf den Magen“, usw.

Das Interessante ist, dass es zwischen diesem Bauchgehirn und Kopfgehirn eben eine physiologische Verbindung gibt. Und in dieser Verbindung laufen dann die Kommunikationen zwischen Bauch und Kopf hin und her. 90% aller Infos, die da hin- und herfliessen, gehen eher in eine Richtung, nämlich von unten nach oben. Viele Informationen gelangen also von unten, also vom Bauch, vom Bauchgehirn, von diesem Nervensystem über den sogenannten Vagusnerv nach oben. Und so ist es tatsächlich möglich, dass Emotionen, die wir unten spüren, nach oben gelangen; dass dann sozusagen das Bauchgehirn diese Infos nach oben schickt und das Kopfhirn diese Emotionen und Empfindungen dann wie in einer Bibliothek abspeichert.

Und das ist dann das, wo wir bei Entscheidungen unbewusst als Intuition darauf zurückgreifen. Genau das hat Maya Storch gesagt: Das Gehirn sucht bei Entscheidungsprozessen erst nach ähnlichen Situationen und überprüft dann auch noch automatisch die dazu abgespeicherten und damit verbundenen Empfindungen und Bewertungen dazu und weckt diese! Das kann dann eben dieses Magengrummeln sein, aber auch die Schmetterlingen im Bauch oder der Kloss im Hals.
In der Wissenschaft werden diese Signale „somatische Marker“ genannt und als essentieller Baustein von guten Entscheidungen betrachtet.

Maya Storch sagt, dass kluge Entscheidungen von Menschen getroffen werden…
„wenn sie sowohl den Verstand als auch ihre Emotionen berücksichtigen und je nach Situation optimal miteinander in Einklang bringen“.

“Entscheidungen, die keine positiven Empfindungen und Tatendrang hervorrufen, sind in der Regel auch keine guten Entscheidungen“.

Tja, damit hat sie aus meiner Sicht Recht und so will ich auch nochmal zum Beginn der Podcast-Folge zurückkommen.
Ich habe nach meiner Entscheidung und Zusage, dass ich gesagt habe, ok, wir machen das so – ich bin dann ja wirklich mehrere Tage mit mir unzufrieden gewesen und habe gemerkt „Irgendwie passt das nicht für mich“.

Ich denke, ich habe 2 Fehler gemacht als ich mit meinem Businesspartner über eine Lösung gesprochen und die Entscheidung getroffen habe.
Der Erste ist: Ich habe nicht schon gleich zu Beginn meinem Gefühl nachgegeben und habe gesagt: Hey, irgendwie stimmt das nicht für mich.
Das Zweite ist: Ich habe leider mehrere Tage gebraucht, bis ich dazu gekommen bin, mich und meine Entscheidung wirklich immer mehr auch mit dem Kopf zu hinterfragen „Hey, warum stimmt die Entscheidung eigentlich nicht für mich?“ Erst spät habe ich nach einer Lösung gesucht bis ich sagen konnte: Das fühlt sich jetzt besser für mich an.

Aber es ist toll, dass hieraus die Podcast-Folge entstanden ist, und ich habe mich wieder sensibilisiert auf das, was bei Entscheidungen wichtig ist: Verlass dich auf deine Intuition. Schalte aber auch den Kopf ein, verbinde beides miteinander!

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Welches sind nun meine persönlichen Keypoints zum Thema „Entscheidungen treffen“?

  • Lass dich bei Entscheidungen, vor allen Dingen bei wichtigen Entscheidungen, nicht unter Zeitdruck setzen.

Nimm dir die Zeit wo es geht.
Ja, in der heutigen Zeit müssen wir sehr häufig vor allem schnelle Entscheidungen treffen.
Aber wo es nur geht, sage deinem Gegenüber: „Entschuldigung, da möcht ich einfach noch mal drüber nachdenken“ oder „Ich guck mir das noch mal genauer an, ich gebe dir in 2 Stunden Bescheid“ … oder heute Abend oder morgen Früh, wie auch immer. Wir haben gewisse Spielräume und die sollten wir auch nutzen. Leider denken wir sehr häufig, dass wir schnell reagieren müssten.

Da blinkt ne neue E-Mail auf, wir gucken und haben das Gefühl, wir müssten grad zurückschreiben.
Du gehst auf Facebook, siehst schon da blinkt irgendwie wieder rot irgendwas auf und denkst, ach ich gucke nach und schreib zurück. Und umso wichtiger ist es glaub ich immer wieder, sich so bewusst zu machen: Hey, lass dich nicht so unter zeitlichen Druck setzen. Also wir haben ja wirklich die Wahl.

Und auch wenn bei Facebook unser Spieltrieb und unser Belohnungssystem angesprochen wird, sage bewusst: Hey, nein, ich lass mich nicht unter Zeitdruck setzen, ich nehme mir bewusst nochmal Zeit, um das zu überdenken. Also lass dich, wenn es geht, nicht unter Druck setzen.

  • Nimm dir dementsprechend Zeit, Situationen noch mal durchzudenken und vielleicht noch mal eine Nacht darüber zu schlafen.

Du kennst das ja: wenn wir uns über was ärgern, dann ist es empfehlenswert nicht gleich zurückschreiben, z. B. ne E-Mail, sondern es noch mal liegen zu lassen und eine Nacht darüber zu schlafen. Und am nächsten Morgen sieht vielleicht alles ganz anders aus.

  • Lenk dich ab und mache zwischendurch auch einfach mal was ganz Anderes.

D.h. wenn ich jetzt im Büro sitze, z. B. einfach aufzustehen, dass ich in die Küche gehe und mir einen Tee mache. Dass ich versuche in der Mittagspause irgendwo mal ne Runde an der frischen Luft spazieren zu gehen, mal so um den Block gehe, einfach mal den Kopf durchzulüften.
Oder dass ich abends Sport treibe, dass ich vielleicht meinen Lieblingssong höre oder ein Buch lese oder was auch immer. Einfach mal so ablenken, was ganz Anderes machen, bevor ich mich wieder mit dieser Entscheidung beschäftige.

  • Denk nach, aber überprüfe auch deine Gefühle und dein Bauchgefühl dazu.

Stimmt die getroffene Entscheidung für dich? Also nur wenn es für dich wirklich vom Bauchgefühl stimmt, dann „ja“ sagen. Und auch andersrum:
Immer, wenn ein Bauchgefühl, wenn deine Intuition Zweifel anmeldet, dann dreh eine neue Runde, auch gedanklich. Also das heisst: Wenn Zweifel angemeldet werden vom Bauch, dann geh nochmal drüber über den Case, guck dir noch mal die ganzen Fakten an, überprüfe die nochmals und suche noch mal nach einer neuen Lösung, nach Alternativen.
Und dann überprüfe bei der neuen Lösungsidee wieder neu: Hey, wie sind denn jetzt meine Gefühle dazu, wie sieht es aus bei Alternative A? Wie sieht es bei B aus? Erst sachlich überprüfen und dann Kopf und Bauch in Einklang zu bringen, bis wirklich beides passt.

Das waren so meine persönlichen Learnings zum Thema „Entscheidungen treffen“ und ich hoffe es hat dir gefallen.

Ich würde mich freuen, wenn du einen Kommentar hinterlässt. Wie geht es dir beim Thema Entscheidungen treffen? Wie geht es dir damit, auf den Bauch zu hören? Was denkst du denn, wie du Entscheidungen mehrheitlich triffst? Intuition oder Kopf? Bauchhören oder Kopfhören?

Und ja, ich freu mich schon auf die nächste Podcast-Folge. Die werde ich auch in den nächsten Tagen schon drehen. Weil ich durch meine Erkältung – ich bin ein bisschen erkältet, ich weiss nicht ob ihr es so gehört habt – bin ich ein bisschen im Rückstand gewesen, weil ich immer gedacht hab, so näselnd will ich gar nicht aufnehmen. Das heisst, die nächste Podcast-Folge werde ich schon in den nächsten Tagen drehen und ich werde auch bei Facebook ne Umfrage dazu machen, an welchem Thema ihr als Nächstes interessiert seid. Deswegen, schau doch auch noch auf der Facebook Seite vorbei unter „Führung kann so einfach sein – fit for leadership“ und, ja, dann hören wir uns schon bald bei der nächsten Folge. Hey, danke dir fürs Zuhören, alles Gute, dein Alexander

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